THE TOMORROW OFFICE EXPERIMENT | WAS BRAUCHEN WIR MORGEN?
Unsere Arbeitswelt verändert sich – und mit ihr der zgoll:Blecherhof. Charlotte und Tamara aus dem Team zgoll: begleiten und gestalten diesen Prozess mit. Um herauszufinden, was das Team jetzt und in Zukunft braucht und möchte, haben sie eine ausführliche Befragung zu Arbeitsprozessen, Gewohnheiten, Wünschen und No-Gos durchgeführt. Mit zum Teil überraschenden Ergebnissen.
Was habt ihr über den echten Arbeitsalltag bei zgoll: gelernt?

Charlotte Das Spannendste war für mich zu sehen, wie digital vernetzt wir tatsächlich sind. Bei uns arbeiten fast 30 Menschen, und viele sind nicht physisch vor Ort. Trotzdem kommunizieren wir permanent miteinander – über Videokonferenzen, Chat und Teams. Es ist faszinierend zu beobachten, wer mit wem im Austausch ist und wie intensiv diese Verbindungen laufen.
Tamara Das hat uns auch gezeigt, dass Teams stärker miteinander verbunden sind, als man das vor Ort wahrnimmt. Es passiert sehr viel im Verborgenen. Aus dieser Erkenntnis ist der Wunsch entstanden, dass wir Räume brauchen – Orte, wo man in Ruhe miteinander sprechen kann, auch wenn man nicht physisch am selben Ort ist.
Welche Raumtypen brauchen wir künftig mehr oder weniger?

Tamara Die Umfragen zeigen einen klaren Trend: Es gibt einen großen Wunsch nach Socializing-Bereichen, wo sich Kolleginnen und Kollegen spontan austauschen können. Gleichzeitig brauchen wir aber auch Rückzugsorte – Plätze, um Kraft zu tanken, um Eins-zu-eins-Gespräche zu führen oder um Videoconferencing in Ruhe abzuhalten.
Charlotte Konkret heißt das: Wir brauchen deutlich mehr kleine Huddle Rooms für fokussierte Meetings und vor allem mehr soziale Flächen auf dem Hof. Bereiche, wo Menschen sich begegnen und kurz austauschen können.
Was entscheidet darüber, ob ein Raum wirklich genutzt wird?
Tamara Das ist eigentlich ganz simpel: Der Raum muss intuitiv zu bedienen sein. Egal ob Testsystem oder größere Anlage – es muss schnell gehen, zuverlässig funktionieren und genau die Möglichkeiten bieten, die man im Moment braucht.
Wenn ich zum Beispiel mit unserem Projektleitungs- und Montageteam ein neues Projekt planen möchte, muss ich dafür die richtigen Tools im Raum haben. Und alle sollten sie genauso problemlos nutzen können.
Charlotte Aber auch das Drumherum ist wichtig: Akustik und Beleuchtung spielen eine große Rolle dafür, wie wohl man sich fühlt und wie gut man sich versteht.
Wenn man in einem schallharten Raum sitzt, ist das anstrengend – für die Personen im Raum genauso wie für die, die remote dazuschalten. Das gleiche gilt für schlechte Beleuchtung: Wenn man nicht sehen kann, ob jemand lächelt oder frownt, weil Schatten im Gesicht entstehen, beeinträchtigt das die ganze Kommunikation.
Nutzt ihr KI im Planungsprozess?
Charlotte KI hat uns durchaus geholfen – etwa bei der Auswertung der Umfragen oder zur Vorbereitung von Präsentationen und Grafiken. Wir spielen damit auch ein bisschen rum, um KI-Vorschläge mit dem zu vergleichen, was die echten Menschen später sagen.
Tamara. Das Wichtigste ist aber der direkte Austausch mit unserem Team. Kolleginnen und Kollegen teilen mit uns Wünsche und Sorgen, die eine KI einfach nicht abfragen kann. Das Zwischenmenschliche ist entscheidend – daraus entstehen Erkenntnisse, die man wahrscheinlich nie über eine KI einfangen würde. Wir nutzen sie eher für administrative Erleichterungen.
Wie verhindert ihr, dass die alten Gewohnheiten in den neuen Räumen bleiben?

Charlotte Wir entwickeln zusammen mit dem Team sogenannte Spielregeln für bestimmte Bereiche. Wenn wir beispielsweise einen Fokusbereich definieren, heißt das: Dort findet keine Videokonferenz statt, man telefoniert nicht laut. Solche Regeln müssen wir gemeinsam erarbeiten.
Tamara Das Wichtigste ist aber, dass wir die Fläche nicht in Stein gemeißelt sehen. Sie ist vielmehr ein Experiment, das wir gemeinsam ausprobieren und immer wieder anpassen. Deshalb setzen wir auch auf flexible Möbel – damit wir schnell nachjustieren können, wenn das Team Feedback hat. Wir wollen fluid bleiben und uns regelmäßig selbst fragen: Passt unser Arbeitsplatz noch zu uns?
Charlotte Genau. Und dabei müssen wir bewusst alte Gewohnheiten aufbrechen. Das freut uns schon drauf.
Alle Episoden von The Tomorrow Office Experiment
Mit THE TOMORROW OFFICE EXPERIMENT begleiten wir den Umgestaltungsprozess am zgoll: Blecherhof. Wir zeigen euch unsere Methoden, Überlegungen und Ergebnisse - egal, ob Erfolg oder Fail. Denn wie das Office der Zukunft aussieht, wissen auch wir jetzt noch nicht. Begleitet uns auf dieser Reise und lernt mit uns mehr darüber, wie wir in Zukunft arbeiten werden!
Weitere Episoden findet ihr hier in unserem Blog oder auf unserem Youtube-Kanal.
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