Cisco & Microsoft Teams Rooms: Warum du dich nicht mehr entscheiden musst
Videokonferenzen sind längst Standard im Arbeitsalltag. Und wenn es um Collaboration geht, führt kaum ein Weg an Microsoft Teams vorbei. Auch wir am Blecherhof erleben das täglich: Während unsere eigene Infrastruktur stark auf Cisco Webex basiert, kommen von außen immer mehr Einladungen zu Microsoft Teams Meetings rein.
Genau daraus ergibt sich in der Praxis eine spannende Realität: Wir arbeiten intern in der Webex-Welt, müssen aber gleichzeitig nahtlos mit der Teams-Welt unserer Kunden und Partner interagieren. Statt uns für eine Plattform zu entscheiden, setzen wir deshalb bewusst auf die Kombination beider Systeme – und nutzen die Stärken von Cisco-Hardware im Zusammenspiel mit Microsoft Teams.
Doch genau hier entsteht die entscheidende Frage:
Was ist eigentlich das beste System für den Meetingraum, wenn mehrere Plattformen zusammenkommen?
Denn nur weil Teams auf dem Laptop funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass es auch die optimale Lösung für professionelle Besprechungsräume ist.
Vom Laptop-Meeting zum echten Raum-System
Viele Unternehmen starten mit einer einfachen Lösung: Laptop anschließen, Kamera nutzen, Meeting starten. Das nennt sich „Bring Your Own Device“. Das funktioniert – aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Sobald Meetings regelmäßiger stattfinden, mehrere Personen im Raum sitzen oder eine stabile Experience gefragt ist, stößt dieses Setup schnell an Grenzen. Die Alternative sind sogenannte Microsoft Teams Rooms (MTR).
Hier wird der Raum selbst zum Teilnehmer:
- Der Raum hat eine eigene Lizenz
- Meetings erscheinen automatisch auf dem Display
- Teilnahme erfolgt mit einem Klick
Das klingt simpel – macht aber in der Praxis einen riesigen Unterschied.
Microsoft bietet für diese Räume zwei Lizenzmodelle an: eine kostenlose Basisversion und die Pro-Version. Realistisch betrachtet führt kein Weg an der Pro-Lizenz vorbei. Die kostenlose Variante ist stark eingeschränkt und im professionellen Einsatz kaum sinnvoll. Doch selbst mit der besten Teams-Lösung bleibt eine wichtige Frage offen:
Ist Teams auch die beste Hardware-Plattform für Meetingräume?
Genau hier kommt Cisco ins Spiel.
Cisco im Teams-Umfeld – passt das überhaupt?
Auf den ersten Blick wirkt es widersprüchlich:
- Microsoft Teams ist der Standard
- Cisco hat mit Cisco Webex eine eigene Plattform
Also Konkurrenz, oder? Nicht mehr!
Heute arbeiten Microsoft und Cisco eng zusammen. Cisco-Geräte gehören sogar zu den ersten, die neue Microsoft-Zertifizierungen erhalten. Das bedeutet: Du kannst Cisco-Hardware problemlos in einer reinen Teams-Welt einsetzen.
Der entscheidende Punkt ist die Interoperabilität. Moderne Systeme ermöglichen es, dass unterschiedliche Plattformen miteinander sprechen:
- Ein Teams-Raum kann an Webex-Meetings teilnehmen
- Ein Webex-Gerät kann in Teams-Meetings eingebunden werden
- Nutzer merken davon im Idealfall nichts
Genau das ist das Ziel: Einfach Meetings starten – egal, welche Technik im Hintergrund läuft.
Das Geheimnis guter Zusammenarbeit: Das CVI Gateway
Damit diese Zusammenarbeit funktioniert, gibt es eine Art „Übersetzer“: das sogenannte CVI (Cloud Video Interop) Gateway.
Die Idee dahinter ist einfach:
- Das Gerät bleibt in seiner eigenen Welt (z. B. Webex)
- Die Verbindung wird in der Cloud in ein Teams-Meeting übersetzt
- Für den Nutzer fühlt es sich wie ein ganz normales Meeting an
Der große Vorteil: Die gewohnte Bedienung und Qualität bleiben erhalten.
Warum viele Unternehmen auf Cisco setzen
Jetzt wird es praktisch. Warum sollte man sich überhaupt für Cisco entscheiden, wenn man ohnehin Teams nutzt?
1. Deutlich längere Lebenszyklen
Cisco-Geräte sind oft 5–6 Jahre im Einsatz – plus mehrere Jahre Support.
Das ist im Vergleich zu vielen anderen Herstellern außergewöhnlich langlebig.
2. Mehr Flexibilität
Ein Cisco-System kann:
- Microsoft Teams
- Webex
- Zoom
- Google Meet
und das oft nativ, nicht nur über abgespeckte Browserlösungen.
3. Erweiterte Funktionen im Raum
Cisco bietet Features, die über klassische Teams-Rooms hinausgehen:
- AirPlay für Apple-Geräte
- Web-Apps direkt auf dem Display
- Steuerung von Raumfunktionen (Licht, Jalousien etc.)
Das macht den Meetingraum zu einem echten Collaboration Space – nicht nur zu einem Videokonferenz-Tool.
Ein weiterer, oft unterschätzter Punkt: die Qualität. Gerade in größeren Räumen zeigt sich der Unterschied:
- bessere Kameraautomatik (Speaker Tracking)
- stabilere Verbindungen
- optimierte Audioverarbeitung
Besonders spannend: Wenn mehrere Cisco-Geräte in einem Teams-Meeting sind, kommunizieren sie intern weiterhin in Webex-Qualität. Das hebt die Meeting-Erfahrung deutlich an.
Fazit: Die Zukunft ist hybrid - wenn du es willst
Fazit: Die Zukunft ist hybrid
Früher war die Welt einfacher: ein Standard, ein System, alles kompatibel. Dann kam die Cloud – und plötzlich musste man sich entscheiden. Heute sind wir wieder einen Schritt weiter.
Du kannst beides haben:
- Microsoft Teams als Standard im Unternehmen
- Cisco-Systeme für bessere Räume und mehr Möglichkeiten
Und genau das ist der entscheidende Punkt: Du musst dich nicht mehr festlegen.
FAQs: Cisco und MTR - die wichtigsten Fragen kurz erklärt
BYOD nutzt den Laptop als zentrale Einheit. MTR hingegen macht den Raum selbst zum aktiven Meeting-Teilnehmer.Kann ich Cisco-Geräte ohne Webex nutzen?
Ja. Cisco-Geräte können auch rein als Microsoft Teams Rooms betrieben werden – ohne zusätzliche Webex-Lizenz.
Es verbindet Webex-Systeme mit Microsoft Teams und übersetzt die Kommunikation zwischen beiden Plattformen.
Vor allem bei größeren Räumen, höheren Qualitätsansprüchen und wenn mehrere Plattformen genutzt werden.
Für viele Szenarien ja – aber für komplexe Meetingräume bietet Cisco oft deutlich mehr Möglichkeiten.
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